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Schmutzige Gespräche sorgen für Stimmung

Sex und Wörter: Warum genügt die Körpersprache nicht?

Es wird häufig angenommen, dass Wörter – besonders bei so einem sensiblen Erlebnis wie Sex – oft überflüssig sind oder sogar abtörnend wirken. Doch eigentlich spielt die verbale Kommunikation beim Liebesakt eine genauso wichtige Rolle wie die Körpersprache. In diesem kleinen Beitrag erfahren Sie, was es mit Dirty Talk und Sexting auf sich hat und wie diese sexuellen Praktiken das Sexualleben beeinflussen können.

Was ist Dirty Talk?

Als Dirty Talking (auf Deutsch: „schmutziges Reden“) bezeichnet man das Reden vor oder während des Geschlechtsverkehrs, bei dem besonders Wörter mit erregender Wirkung gebraucht werden. Durch die Benutzung von Erotiksprache bringen sich die Sexpartner in Fahrt und so wird die Lust auf Sex gesteigert.

Um welche Sprache handelt es sich genau?

Obwohl der Begriff selber schon eine derbe Ausdrucksweise naheliegt, muss aber die Sprache, der sich die Sexpartner bedienen, nicht unbedingt „schmutzig“ sein. Dirty Talking umfasst alle möglichen Arten von Kommunikation: das Spektrum reicht dabei von Zärtlichkeiten, Kosenamen und anderen sanften Ausdrucksmöglichkeiten bis hin zu Schimpfwörtern, Erniedrigungen und richtigen Obszönitäten – je nachdem, was den jeweiligen Sexpartner am meisten antörnt. Doch das wichtigste dabei – keiner muss sich auf irgendwelche Weise beleidigt oder unwohl fühlen.

Es geht nicht nur um „Was“, sondern auch um „Wie“

Der Tonfall ist bei Dirty Talking ebenfalls nicht zu unterschätzen. Denn bei manchen spielt es überhaupt keine Rolle, was der/die andere so sagt: vielmehr kommt es auf die Intonation, Stimme oder vielleicht den Akzent an. Hier kann auch zwischen verführerischem Geflüster, lautstarkem Gebrüll oder sogar Nachahmung des Französischen variiert werden.

Die Bedeutung für das Sexualleben

Dirty Talking ist mehr als ein paar eingerostete Floskeln, die den meisten wahrscheinlich aus zweitklassigen Pornovideos bekannt sind. Das Sprechen einer Sprache, mit der sich die Sexpartner wohlfühlen, kann nicht nur die Stimmung zwischen den beiden aufhetzen. Es kann nämlich auch helfen, psychologische Hemmungen abzubauen und den Bedürfnissen oder Wünschen Ausdruck zu verleihen, über die man vorher gar nicht zu sprechen wagte. Durch Dirty Talking lässt sich die Beziehung sowohl stärken als auch frisch halten – zum Beispiel per Telefon, wenn die Verliebten weit voneinander entfernt sind. In diesem Fall handelt es sich aber um eine etwas andere Form sexueller Kommunikation.

Sexting

Unter diesem Begriff versteht man fast das gleiche wie unter Dirty Talking und es dient auch demselben Zweck – nämlich der sexuellen Erregung – nur eben mit dem Unterschied, dass diese Art von Kommunikation per Messaging oder per Flirt Chat im Internet geschieht. Dabei handelt es sich nicht nur um den Austausch von Nachrichten mit einem anregenden Subtext, sondern auch um das Versenden von erotischen Bildern („Nelfies“). Außerdem kommen nicht selten Emojis oder Audionachrichten zum Einsatz. Hier gilt aber die gleiche Regel wie bei Dirty Talking: die beiden Partner sind einverstanden mit dieser Art und Weise, das Verlangen in ihrer Beziehung aufrechtzuerhalten.

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